Das Besondere: Shanti-Lederprodukte

shantiDas Material

Die Ziegenlederhäute, die zu Prägeleder weiterverarbeitet werden, kommen aus traditioneller Pflanzengerbung. Gerbung und Weiterverarbeitung von Leder sind auch heute noch streng getrennt in Indien. Diese Tradition rührt zum Teil aus dem alten Kastenwesen und religiösen Glaubensvorstellungen. Da gläubige Hindus nicht mit Tierhäuten in Berührung kommen dürfen, sind es häufig Moslems, die in der Lederverarbeitung beschäftigt sind.

Die Shantiniketani Technik

Diese Prägetechnik ist eine traditionelle indische Kunsthandwerksrichtung. Dabei wid mit handgefertigten Zinkgussformen das geglättete, feuchte Leder geprägt, aufgehängt und mit Sprühpistolen die Grundfarbe aufgetragen (Anilinfarbe, AZO frei). Die eingeprägten Muster werden danach bunt bemalt. Zuletzt wird das Leder noch einmal poliert oder gerollt und erhält so eine glatte, unempfindliche Oberfläche und kann so weiterverabeitet werden.

Der Handelspartner SANTIR SILPA

SANTIR SILPA bedeutet „Kunst des Friedens“. Flüchtlinge aus Bangladesh gründeten 1975 in Kolkata eine Werkstatt für Lederwaren und schufen sich damit eine neue Existenz.
Die Arbeitsbedingungen bei SANTIR SILPA sind vorbildlich in Indien: garantierte soziale Leistungen wie Kranken– und Unfallversicherung, bezahlte Urlaubs– und Feiertage, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, keine Akkordarbeit. Ein Drittel der Einnahmen wird in einen Sozialfonds eingezahlt, über den die Gruppe gemeinschaftlich entscheidet.

Dieser Artikel wurde am 18.03.2016 um 16:08 veröffentlicht

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